Überbauung Schlossmattstrasse,
Thun

Drei schiefwinklige Gebäudekörper sind blockrandig um einen grosszügigen Innenhof gruppiert. Durch eine hohe Gestaltungsvielfalt erhalten die Wohnungen eine individuelle Prägung.

Ausgangslage

Das Quartier Bahnhof West soll dereinst zur Visitenkarte der Stadt Thun werden. Mit der Absicht, Wohnungen in gehobenem Standard in Kombination mit flexiblen Gewerbeflächen zu realisieren, veranstaltet der Arealbesitzer an der Schlossmattstrasse im Sinne des Richtplanes einen Studienauftrag unter neun eingeladenen Architekturbüros.

Gestaltungskonzept

Unser Projekt „poco a poco“ gruppiert drei schiefwinklige Gebäudekörper blockrandartig um einen grosszügigen Innenhof herum. Damit bringen wir die Raumqualität eines urbanen Wohnhofes mit der guten Besonnung und Fernsicht von Zeilenbauten in Verbindung. Das Bebauungsmuster liefert eine städtische und entwicklungsfähige Struktur für das zukünftige Bahnhof-Westquartier, indem es sich zu einer Abfolge von halbprivaten Hofräumen, die wiederum ein Ganzes bilden, weiterstricken lässt.

Die Wohnungen passen sich den variablen Gebäudetiefen sowie der Lage und Orientierung an. Daraus resultiert eine grosse Vielfalt an Wohnungen individueller Prägung. Die im Sockelgeschoss untergebrachten Büroräumlichkeiten bringen sich subtil ins Ensemble ein. Eine murale Fassade mit Betonbändern, unregelmässig rhythmisierten Fensterelementen und bronzefarbenen Hauszugangsbereichen, verleiht dem Gebäude eine urbane Prägung. Die erste Bauetappe wurde nach Minergiestandard erstellt.

Fertigstellung
2008

Standort
Schlossmattstrasse, Thun

Auszeichnung
Studienauftrag 2004, 1. Rang

Architektur
Dällenbach Ewald Architekten AG
(Entwurf, Vorprojekt, Bauprojekt und Realisation)

Bauingenieur:in
Reinhard + Partner AG

Elektroingenieur:in
Bering AG

HLS-Ingenieur:in
Gartenmann Engineering AG

(Baugesuch / Konzept)
Roschi + Partner AG
(Ausführung)

Landschaftsarchitektur
Weber + Brönnimann AG

Fotografie
Roger Baumer