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Ausgangslage
Die Entwicklung des Ortszentrums ist seit längerem ein Thema in der Einwohnergemeinde Spiez. Die heutige ortsbauliche Situation ist unbefriedigend. In jüngerer Vergangenheit wurden daher eine Stadtanalyse, eine Nutzungsstrategie, eine Testplanung "Zentrum Spiez" und ein Projekt zur Umgestaltung der Oberlandstrasse erarbeitet. Zudem haben verschiedene Gewerbebetriebe mit Voranfragen Entwicklungsabsichten formuliert. Auch bei einigen privaten Liegenschaften bestehen Planungsabsichten. Die Gemeinde unterstützt die Entwicklung auf Eigeninitiative, möchte diese jedoch in eine ortsbauchlich gute Richtung lenken.
Ein weiterer Punkt ist das 2014 revidierte Raumplanungsgesetz, welches die Siedlungsentwicklung nach innen fördert.
Ziele
Aufgrund von räumlichen Analysen für verschiedene Teilgebiete werden städtebauliche Ideen für die Entwicklung erarbeitet.
In ausgewählten Gebieten oder für einzelne Parzellen werden exemplarische Studien in Form einer Dokumentation zum quantitativen und qualitativen Entwicklungs- und Verdichtungspotenzial durchgeführt.Das Ergebnis der Potenzialstudie soll der Bevölkerung oder zumindest den Betroffenen präsentiert werden. Die Form dieser Mitwirkung ist Gegenstand der Gemeinde unter Beratung der Verfahrensbegleitung.
Mit der Potenzialstudie werden das theoretische und das voraussichtlich umsetzbare Entwicklungspotenzial innerhalb des Bearbeitungsperimeters ausfindig gemacht und schematisch dargestellt. Die Studie soll als Grundlage für die nächste Ortsplanungsrevision fungieren, ebenso für die Bestimmung der Entwicklungsziele der Gemeinde. Sie gibt Anhaltspunkte, wo und in welcher Art die Gemeinde im Rahmen einer Verdichtung wachsen kann und gibt Empfehlungen zu einer qualitativen Entwicklung.
Resultat
Die Potenzialstudie «Entwicklung Zentrum Spiez» kommt zum Schluss, dass innerhalb des Bearbeitungsperimeters ein grundsätzliches Verdichtungspotenzial vorhanden ist. Dabei sind die Verdichtungsmöglichkeiten entsprechend den Charakteristiken der einzelnen Teilperimeter in der Volumetrie, den städtebaulichen Anforderungen, der Architektur und des Aussenraums unterschiedlich. Die Studie legt den Fokus in den Teilgebieten neben dem quantitativen Verdichtungspotenzial auch auf die qualitativen Entwicklungsmöglichkeiten. Das theoretisch vorhandene Innenverdichtungspotenzial im Kerngebiet von Spiez wird in einfachen Volumen ohne konkrete Aussagen zur Dachgestaltung dargestellt.
Die Potenzialstudie bildet eine wichtige Grundlage, um die im Dorfkern noch vorhandenen ortsbaulichen Qualitäten zu wahren und die für die Weiterentwicklung nötigen qualitativen Rahmenbedingungen zu schaffen. Um dies zu erreichen, muss sich die Gemeinde aktiv für die Umsetzung der Potenziale einsetzen und der Förderung der quantitativen und qualitativen Innenentwicklungeine hohe Priorität einräumen. Mit der Ausrichtung einer Entwicklungsstrategie der Gemeinde, welche sich idealweise über den Kernperimeter hinauszieht, kann diese Zielsetzung verfolgt und der grossen gesamtgesellschaftlichen Bedeutung des Wachstums nach innen entsprochen werden. Die Studie bezeichnet Entwicklungsspielräume in acht ausgewählten Teilperimetern (TP1 bis TP8) und zeigt exemplarisch städtebaulichen und baukulturelle Handlungsmöglichkeiten auf. Da die Entwicklung in der Vergangenheit dem Ort nicht immer gerecht wurde, zeig die Studie pro Teilperimeter neben der volumetrischen Verdichtung auch mögliche Interventionen zu einer besseren Identität.
Standort
Kerngebiet Gemeinde Spiez
Auftraggeber:in
Einwohnergemeinde Spiez
Architektur
Dällenbach/Ewald Architekten AG