Umbau und Erweiterung des Geissbühlerhauses in Oberdiessbach

Das denkmalgeschützte Geissbühlerhaus aus dem Jahr 1771 wurde in einem sorgfältig abgestimmten Planungs- und Restaurierungsprozess instand gesetzt.

Ausgangslage 

Das 1697 erbaute Bauernhaus steht leicht zurückversetzt an der Dorfstrasse in Oppligen. Die Bausubstanz war weitestgehend im Originalzustand und gut intakt. Einzig das Dach sowie die abschliessende Gebäudeachse im Ökonomieteil wurden in der 320 jährigen Geschichte des Hauses verändert. Eine zweigeschossige Rauchküche mit Tonziegelboden, zwei Stuben mit Trittöfen und zwei Gaden im Obergeschoss – alles ohne jegliche Wärmedämmung und Winddichtung – waren die Ausgangslage.

Gestaltungskonzept 

Im historischen Kopf des Gebäudes sind neue Räumlichkeiten für den Tageschulbetrieb sowie für den Musikunterricht entstanden. Dabei wurde grosser Wert darauf gelegt, die ursprüngliche Bausubstanz zu erhalten und zugleich zeitgemässe Nutzungen harmonisch zu integrieren.

Im ehemaligen Ökonomie-Teil des Gebäudes entstand ein Saal für die Gemeinde. Aus der früheren Heubühne wurde eine vielseitig nutzbare Kulturbühne.

Im Zuge der Erweiterung des Geissbühlerhauses entstand ein klar gestalteter, moderner Annex, der in einen respektvollen Dialog mit dem historischen Bestand tritt. Der neue Baukörper definiert nicht nur die Adressierung des Ensembles neu, sondern bildet zugleich den Haupteingang zum Saal.
Grosszügige Öffnungen und eine zurückhaltende Materialisierung schaffen eine transparente Verbindung zwischen Alt und Neu, während funktionale Abläufe und Zugänge sinnvoll neu organisiert wurden.

 

 

 


 

Fertigstellung
2025

Standort
Oberdiessbach

Bauherrschaft
Einwohnergemeinde Oberdiessbach

Architektur
Dällenbach/Ewald Architekten AG

Bauingenieur
b+d ingenieure ag 

Elektroingenieur
Bering AG

Haustechnikplanung
Enerplan AG Bern

Bauphysiker
HSR Ingenieure AG

Bühnenplaner
Bühnenplan Nerlich AG

Grafik I Signaletik
atelier v.

Fotografie
Damian Poffet